27. November 2016

| Jörg Unkrig

rushhour
Nachdem ich vergangene Woche über Freundschaften geschrieben habe, bekam ich eine Menge Feedback ganz unterschiedlicher Art. Freundschaften sind immer noch vielen Menschen wichtig und das, was Studien sagen, scheint zu stimmen: Freunde scheinen der Garant für ein erfülltes Leben zu sein und in manchen Phasen genauso wichtig wie Familie und Partnerschaft. Viele Rückmeldungen drehten sich aber genau darum, eben kein Ranking zu machen, was wichtiger ist: Partnerschaft oder Freundschaft. Beides hat seine Berechtigung, jedes davon in anderen Zusammenhängen.

Ohne Worte einander verstehen

Eine Leserin schrieb: „Ich habe eine gute Freundin, der ich mehr Persönliches erzählen kann als meinem Partner. Er würde manches nicht verstehen!“ Ok, warum auch nicht.
Ein Leser schrieb: „Ein Freund begleitet mich schon mein Leben lang. Wir verstehen uns oft ohne Worte.“ Ja, auch das ist Freundschaft.
Ein anderer Leser schrieb: „Freundschaft ist für mich Freundschaft!“ Klasse, merke ich mir.

Digitalisierung von Freundschaft

Mehrere Rückmelder wollten wissen, ob sich Freundschaft durch die Digitalisierung verändert hat. Ich denke schon. Viele Freundschaften werden heute über Social Media gehalten, weil es tatsächlich sehr praktisch ist, sich darüber zu unterhalten oder zu verabreden. Dann vor allem, wenn sich ein Freund aus der räumlichen Nähe verabschiedet und – um Beispiel aus beruflichen Gründen – in eine andere Stadt zieht oder gar in ein anderes Land. Dann sind Social Media genial um die Entfernung zu überbrücken und die Freundschaft zu organisieren. Ich habe ja schon geschrieben, dass dies aber nicht dauerhaft den persönlichen Kontakt ersetzen kann. Einmal im Jahr sollte man sich auch in dieser Konstellation persönlich treffen. Dabei lernen Sie sich noch besser unter den anderen Umständen kennen.

Herzensfreunde

Glaubt man Statistiken, so hat man in seinem Leben maximal drei Herzensfreunde, die eine gewisse Qualität darstellen. Herzensfreundschaften sind die, mit denen wir nicht nur Gemeinsamkeiten teilen, sondern die auch dann noch Bestand haben, wenn sich unsere Lebenswelten ändern, aber wir weiter mit ihnen im Bereich Werte, Sinnfragen und auch zu Problemen gleiche Einstellungen haben.

Rushhour des Lebens

Zwischen 30 und 45 geht es turbulent zu in unserem Leben. Eine Zeit in denen wir uns manchmal stark verändern und uns neu orientieren, ohne es selbst zu bemerken. Wo geht es hin? Reicht mir das, was ich habe? War das alles? Job, Partnerschaft und Kinder nehmen uns zusätzlich stark in Anspruch. Da muss man aufpassen, dass nicht die ein oder andere Freundschaft auf der Strecke bleibt, da wir uns meist auf die konzentrieren, die uns tagtäglich bei der Arbeit oder in der Freizeit begegnen. Jeder unserer Tage hat halt nur 24 Stunden. Man muss sich also sehr bewusst machen, dass man alte Freunde nicht vernachlässigt und der, der mehr Zeit hat, sich einfach beim anderen meldet. Ab 45 hat man dann in der Regel auch wieder etwas mehr Zeit, weil man beruflich gesettelt ist, die Kinder größer sind und die Partnerschaft in geordneten Bahnen verläuft.

Missgunst und Neid

Gerade im digitalen Zeitalter weiß man schneller als früher, wer was verdient oder wo jemand einen Job hat, der für beide Freunde interessant sein könnte. Netzwerken gehört unter uns Männern schon seit einigen Jahrhunderten dazu, um Karriere zu machen. Und natürlich würde ich einem guten Freund jederzeit unter die Arme greifen. Kommt allerdings Neid oder Missgunst ins Spiel, ist jede Freundschaft ernsthaft in Gefahr, denn es geht um Macht oder eben Ohnmacht. Sollten Sie also bemerken, das ihre Freundschaft unter dem Thema „Karriere“ oder „Status“ leidet oder gar Schaden nimmt, klammern Sie Gespräche über den Job oder das Gehalt bewusst aus.

Rituale

Insgesamt heißt das, dass trotz WhatsApp, trotz Facebook und trotz „ständiger digitaler Erreichbarkeit“ Freundschaften feste Rituale brauchen. Ca. alle acht Wochen sollte man sich treffen und dies fest und verbindlich einplanen. Manche Freunde haben gute Erfahrungen damit gemacht, das Treffen als festen Termin zusätzlich in den beruflichen Kalender einzutragen und nur – wie andere wichtige Termine – im äußersten Notfall abzusagen.

Beste Freunde

Der Film „Ziemlich beste Freunde“, der auf einer wahren Geschichte beruht, war ein Kassenschlager im Kino. Ich empfehle ihn mal anzusehen, vielleicht sogar mit einem guten Freund.
Häufig wurde mir nämlich folgende Frage gestellt: „Wie finde ich einen wirklich guten Freund?“ Ich möchte mit Ralph Waldo Emerson antworten:
„Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein“.

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20. November 2016

| Jörg Unkrig

….das ist das schönste, was es gibt auf der Welt!“ (aus: „Die drei von der Tankstelle“ mit Heinz Rühmann).

freundschaft

Freunde

Freunde sind in der Tat etwas Tolles, denn sie bereichern unser Leben, doch gleichzeitig wollen Freundschaften gehegt und gepflegt werden, damit sie nicht verkümmern und eingehen. Doch brauche ich 2016 tatsächlich noch echte, reale Freunde oder reicht es aus, 5.000 bei Facebook oder in einem anderen sozialen Netzwerk zu haben? Immer mehr Experten kommen zu dem Schluss, dass nur digitale Freunde eben nicht ausreichen, sondern jeder Mensch als soziales Wesen, echte Kontakte zu echten Menschen haben sollte. Sonst verkümmern wesentliche soziale Kompetenzen, so auch die lebendige Kommunikation und Empathie.
Von jeher fühle ich mich in einem bunt gemischten Freundeskreis am wohlsten, alt und jung, Singles, Mann und Frau, Deutscher und Türke, Handwerker und Akademiker. Jeder bringt etwas für mich persönlich (und damit ist nichts materielles gemeint) und ich sehe gerade in der Unterschiedlichkeit eine enorme Bereicherung für meine eigene Persönlichkeit.

„Alle Menschen brauchen Freunde“, befand schon Aristoteles vor mehr als 2300 Jahren.
Auch in deutschen Umfragen über „Glück“ rangiert Freundschaft seit einigen Jahren immer mit an der Spitze. Freunde scheinen wir für unser persönliches Glück zu brauchen.
Die Realität sieht aber leider etwas anders aus. Jeder 5te Deutsche besitzt laut Umfragen keinen guten Freund. Und sechs Prozent der Befragten einer Allensbach-Umfrage bekannten, sich häufig einsam zu fühlen, und 24 Prozent teilen manchmal dieses quälende Gefühl.

Gut für die Gesundheit

Forscher haben schon lange herausgefunden, dass sich Freundschaften positiv auf unseren Körper und unsere Seele auswirken. Eine Studie zeigt: Wer von guten Freunden umgeben ist, hat offensichtlich eine höhere Lebenserwartung. Der positive Einfluss von Verwandten, Kindern, aber auch dem Partner war dagegen deutlich geringer. Eine Schlüsselrolle für diese positive Wirkung spielt dabei offenbar das Hormon Oxytocin, das in Momenten von Vertrautheit und Freundschaft verstärkt gebildet wird. Oxytocin wirkt sogar zweifach: Es bringt unseren Stress und unsere Angst in sozialen Situationen unter Kontrolle, indem es die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmt und gleichzeitig das Belohnungszentrum stimuliert. Leider gibt es noch keine Freunde auf Rezept. Schade, denn Risiken und Nebenwirkungen bei wahren Freundschaften sind gering!

Eine andere Studie geht in eine ganz ähnliche Richtung: Keine Freunde zu haben, ist danach genauso schädlich wie ein Schachtel Zigaretten am Tag zu rauchen. Und wer hätte gedacht: Einsamkeit ist sogar schlechter für die Gesundheit, als keinen Sport zu treiben.
Alle Studien haben etwas gemeinsam: Wir brauchen offensichtlich sozialen Rückhalt und echte, reale Freundschaften, um uns aufgehoben zu fühlen und Stress besser zu verarbeiten.

Freunde haben also eine wichtige Entlastungsfunktion. Doch manchmal zeigt sich der wahre Wert einer Freundschaft erst in einer Sinn- und Lebenskrise. Das ist auch der Prüfstand, ob es sich um echte Freunde handelt, die uns umgeben.

Woran erkenne ich denn einen wahren Freund?

Den einen, den absoluten Beweis für eine wahre Freundschaft gibt es leider nicht. Doch es gibt einige Hinweise, wer ein wahrer Freund ist:

– man erkennt ihn in guten und schlechten Zeiten, da er da ist wenn man ihn wirklich braucht oder am wenigsten erwartet
– er hört zu und hat nicht direkt einen guten Ratschlag parat
– er interessiert sich für dich und versucht, an deinem Leben teilzuhaben, ohne aufdringlich zu sein
– er steht dir ungefragt bei
– er ist ehrlich und verlässlich und redet gegenüber Dritten nicht schlecht über dich,
– er behält Geheimnisse für sich, auch dann, wenn ihr keine Freunde mehr seid
– er erkennt und respektiert deine Grenzen noch bevor du sie selbst erkannt hast
– er gibt sich so, wie er ist, und verstellt sich nicht, und das Schöne, du musst es auch nicht
– er sagt dir die Wahrheit, ohne dich aber zu bevormunden
– Und: Eure Freundschaft hält auch einen handfesten Streit aus, denn dein Freund ist nicht nachtragend

Der leise Tod

Wie vieles im Leben gehört auch das dazu: Freundschaften zerbrechen, wenn sie nicht gelebt und gepflegt werden. Ca. alle sieben Jahre verlieren wir etwa die Hälfte unserer Freunde. Die meisten Freundschaften werden nicht laut und im Krach beendet (bei Partnerschaften ist das regelmäßig der Fall), sondern sie verlaufen allmählich im Sande, im Alltag. Man lebt sich auseinander, geht getrennte Wege. Freundschaften sterben häufig einen leisen Tod. Man ist verstimmt (meistens kann keiner der Freunde den genauen Grund benennen), hat weniger Gemeinsamkeiten (Interessen verlagern sich im Laufe des Lebens), lebt in getrennten Welten und setzt andere Prioritäten. Manchmal passen alte Freundschaften einfach nicht mehr, weil sich die Freunde stark auseinander entwickeln. Während einige Freunde gehen, kommen neue hinzu, wenn man aufmerksam ist und es zulässt, neue Freundschaften zu schließen.

Investition

Denn es lohnt sich immer, in wahre Freundschaften zu investieren. Vieles spricht nämlich dafür, dass auch unsere Partnerschaft von einem stabilen Freundeskreis profitiert. Wer gute Freunde hat, kann auch Konflikte in der Partnerschaft besser aushalten.

Und wie merkt dein Freund, dass du ein wahrer Freund bist? Siehe: Woran erkenne ich denn einen wahren Freund?

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13. November 2016

| Jörg Unkrig

rednernacht
Schon lange Zeit bin ich regelmäßiger Besucher bei Gedankentanken von Stefan Frädrich (www.gedankentanken.com) auf YouTube. Regelmäßig hole ich mir dort neue Impulse, Anregungen und… Gedanken. Klasse, da dort verschiedenste Coaches und Trainer „zu Wort kommen“. Nicht alles finde ich persönlich inspirierend oder gut, aber es erfüllt für mich auch den Zweck: „Train the Trainer!“
Stetige Fortbildungen sind gerade für uns Trainer sehr wichtig, auch wenn gerade wir Profis bei anderen Profis mit die kritischsten Teilnehmer sind und so bin ich immer wieder etwas froh, wenn ich nicht einen allzu mäkligen Trainerkollegen (m/w) unter meinen Seminarteilnehmern habe. Nicht immer befolgen wir selbst das, was wir unseren Klienten ans Herz legen.

1. Rednernacht Düsseldorf

Dann kam jetzt die erste 1. Rednernacht endlich am 05. November nach Düsseldorf. Natürlich hätte ich auch schon lange Mal zu einer Rednernacht in Köln gehen können (Stammsitz von Gedankentanken), aber leider hatte ich nie Zeit. Und obwohl ich viel in München und Hamburg bin, passte es auch dort leider bisher nicht. Es gibt diese Veranstaltung aber bundesweit.
Also schnell mich und meine Partnerin (die auch Trainerin für soziale Kompetenzen ist) angemeldet. Leider waren wir nicht die ganz frühen Vögel (ermäßigter Preis), sondern haben jeweils 95 € bezahlt. Eins vorab: Ein sehr angemessener Preis, da die Qualität stimmt. Schön wäre hier, wenn man vielleicht noch eine Teilnahmebescheinigung erhalten würde, die bei einigen tatsächlich sogar als „Weiterbildung“ angesehen wird (erzählte mir eine Trainerkollegin in der Pause der Rednernacht).
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6. November 2016

| Jörg Unkrig

chef
Chef (damit ist natürlich auch immer Chefin gemeint) zu werden ist noch relativ leicht, Chef zu sein ist es jedoch in den seltensten Fällen.
Jeder will es sein, jeder meint es (besser) zu können, einige scheitern (meist jedoch nicht mit der Folge, dass sie die Funktion wieder abgeben, sondern dann wird geklammert und manchmal sehr auf Kosten der Mitarbeiter).

Wenn Sie Chef sind, werden Sie und Ihr Verhalten wahrgenommen. Das ist so und egal wie Sie auch darüber denken mögen, Sie und Ihr Verhalten werden fast immer, zu jeder Zeit und in jeder Situation von Ihrer Umgebung und den Menschen wahrgenommen und auch – also Augen auf – bewertet.

Und egal, ob Sie bei „schlechtem“ Verhalten (Beispiel: rumschreien, nicht grüßen, Ungerechtigkeiten) sich oder den anderen eine Erklärung oder gar Entschuldigung zurechtlegen oder parat haben; man wird Sie genau daran messen und einschätzen. Vielleicht sogar in eine Schublade stecken, aus der Sie nur noch mit Mühe rauskommen.
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30. Oktober 2016

| Jörg Unkrig

compass
Wissen Sie eigentlich ganz genau, wer Sie sind und wenn ja, wie viele? Wir spielen in unserem Leben nicht nur eine Rolle, sondern haben tatsächlich mehrere verschiedene. Ich zum Beispiel bin Ehemann, Vater, Sohn, Mitarbeiter, Chef, Polizist und, und, und. In jeder Rolle bin ich vielleicht anders und verhalte mich auch so, als in einer anderen. Das ist normal und geht eigentlich uns allen so. Mal mehr, mal weniger.

Kindertage

Dazu kommt, dass wir aus unseren Kindheitstagen viel mit auf den Weg bekommen haben. Vom Fußballtrainer: „Du bist ein echter Kämpfer und lässt dich nicht unterkriegen!“ Von der Tante: „Du freust dich immer, wenn du mich siehst. Du machst mir damit ein gutes Gefühl!“ Von den Eltern: „Du warst von Anfang ein süßes Kind, an dem wir viel Freude haben!“
Nicht immer können wir uns daran erinnern, was genau hinter diesen Aussagen gesteckt hat, aber wir denken noch heute gerne an diese Worte zurück und freuen uns darüber. Oft auch wenn sie uns zusätzlich von anderen erzählt werden. Diese Sätze beginnen dann häufig mit „Dein Trainer hat immer gesagt,… Das hat dich stolz gemacht!“
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23. Oktober 2016

| Jörg Unkrig

open
Gut zuhören, Interesse bekunden, offen auf den anderen eingehen – diese Kommunikationsregeln helfen, Geschäftsbeziehungen positiv zu gestalten. Doch was ist, wenn professionelle Zuwendung als persönliches Interesse ausgelegt wird? Dann schnappt die Flirt-Falle zu.

Immer noch sind es eher die Frauen, die im Geschäftsleben bewusst mit ihrer körperlichen Wirkung umgehen müssen. Coach Suzana Janosevic aus Basel kennt das Phänomen aus Gesprächen mit einigen ihrer Klientinnen. „Die Frauen möchten besonders nett und höflich sein. Manchmal senden sie dadurch Signale, die männliche Gesprächspartner dann fehlinterpretieren.“ Sie betont, dies hänge keineswegs von der Kleidung ab.
„Das passiert Frauen im Hosenanzug genau so wie im Kostümchen oder im flotten Minirock.“ Sie fügt hinzu: „Auch auf höchster Ebene kommt es durch Fehlinterpretationen von Verhalten zu Übergriffen. Spitzen-Managerinnen verschweigen diese Probleme aber lieber, weil das Aufdecken sehr negative Konsequenzen haben könnte.“ Dazu gehöre beispielsweise die Gefahr, dass der Geschäftskontakt durch eine zu brüske Zurückweisung gefährdet werde – oder auch ein der Laufbahn wenig förderliches „Zicken-Image“.
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16. Oktober 2016

| Jörg Unkrig

communication-job
Gerade wenn man einen neuen Chef bekommen hat (wie ich selbst gerade), ist es sinnvoll sich noch einmal Gedanken um die eigene Kommunikation zu machen und wie man selbst dabei aufgestellt ist. Kommunikation ist das Passwort zum Leben und gerade im Berufsalltag ist es sehr wichtig, wie wir mit Kolleginnen und Kollegen kommunizieren und umgehen.

Bei schlechter Kommunikation entstehen schnell Konflikte, die nicht nur uns, sondern auch das gesamte (Arbeits-)Klima belasten und manchmal soweit führen können, dass Arbeit kaum mehr möglich ist oder die Arbeitsleistung, die Produktivität erheblich sinkt.
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13. September 2016

| Jörg Unkrig

frage-antwort
Seit weit über einem Jahrzehnt bin ich als Kommunikations- und Karrieretrainer tätig. Häufig werden mir in meinen Seminaren oder anderen Veranstaltungen Fragen gestellt, deren Beantwortung nicht immer ganz so einfach ist, aber die Beantwortung bzw. die Frage für das Gegenüber elementar.

Es gibt sie auch hier die FAQ (frequently asked questions) des Lebens, die sich immer wieder wiederholen oder gleichen, aber offensichtlich nie so beantwortet werden, dass sie nicht mehr gestellt werden oder zumindest, dass sich die richtigen Antworten – wenn es sie denn tatsächlich gibt – so verbreiten, dass die Fragen weniger werden oder gar ganz aufhören.

Und die entscheidenen Lebensfragen werden nicht nur von jungen Menschen gestellt, sondern von alten ebenso. Von Männern wie Frauen,von Erfolgreichen wie weniger erfolgreichen, von armen wie reichen, von Deutschen wie Türken, von Heteros wie Homos, von blonden wie schwarzhaarigen, von Christen wie Atheisten, von Vegetariern wie Fleischessern, von Managern wie Bauarbeitern. Kurz: von allen Menschen.

Gerade saß ich mit einem Reiseblogger und einer Imageberaterin in der Bar des Marbella Hotel Korfu und wir haben uns genau zu diesem Thema ausgetauscht. Beide kannten es, die Fragen aller Fragen, die uns Experten immer wieder gestellt werden, weil man darauf vertraut, hier die richtige, alles entscheidende Antwort zu bekommen, die vielleicht das ganze Leben verändert. Bei einigen Fragen waren wir uns sehr einig, dass sie für fast jeden zumindest einmal im Leben wichtig werden wird.
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4. September 2016

| Jörg Unkrig

glaskugel
„Hast du 2030 eigentlich schon was vor?“ so ähnlich kam mir die Frage von Kollegin und Expertin Diana T. Roth zu ihrer Blogparade „Führung 2030“ – http://dianarothcoaching.com/2016/08/21/360-15/ – vor und sofort fingen meine grauen Gehirnzellen zu rattern an.

Was kann sich in fast 15 Jahren ändern?

Betrachtet man die Digitalisierung bestimmt so einiges, selbst, dass Menschen fremdgesteuert werden. Nein, damit meine ich nicht von außen, sondern tatsächlich von innen. Zukunftsforscher und Technologen halten das für nicht nur theoretisch denkbar, sondern auch durch das Projizieren von Informationen ins menschliche Gehirn für praktisch schon heute mach- und umsetzbar. Die Technologie ist bereits in Teilen durch die bildgebenden Verfahren und Gehirnscans vorhanden. Heute ist nur noch die Frage, wer dies zuerst anwenden wird und zu welchem Zweck. Ethisch ist das für mich keinesfalls vertretbar. Aber was zählt manchen schon Ethik und beim Thema „Führung“ ist das sowieso ein zweischneidiges Schwert.

Andererseits, was die Führung konkret in 15 Jahren betrifft bin ich, gelinde gesagt, skeptisch. Warum? 200.000 Jahre ist es her, dass der moderne Mensch in Afrika entstand, dennoch unterscheiden sich seine Anatomie und auch sein Gehirn nicht wesentlich von unserem heutigen. Also schreitet die Veränderung unseres Gehirns nur sehr langsam voran. Deshalb ändert sich zwar immer im Bereich der Führung etwas (siehe insbesondere die Entwicklung in den letzten 100 Jahren), also weg vom Objekt des Geführten hin zum Subjekt, aber es braucht Zeit um auch in unseren Köpfen anzukommen.
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28. August 2016

| Jörg Unkrig

rain
Kennen Sie das Lied und haben Sie Montags auch immer ein leicht depressives Gefühl, wenn Sie sich auf den Weg zur Arbeit machen? Und da ändern auch die vielen MoMoPo (Montagsmotivationsposts) nichts dran? Auch kein Trost, dass Sie damit in guter Gesellschaft sind und nicht allein?
Auch wer noch so motiviert ist, hat nicht immer Lust auf die Arbeit und gerade nach einem entspannten oder auch besonders stressigen Wochenende fällt uns der Antritt und Start in die Arbeitswoche schwer. Egal, wie hoch ihre Disziplin auch ist.
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