13. September 2016

| Jörg Unkrig

frage-antwort
Seit weit über einem Jahrzehnt bin ich als Kommunikations- und Karrieretrainer tätig. Häufig werden mir in meinen Seminaren oder anderen Veranstaltungen Fragen gestellt, deren Beantwortung nicht immer ganz so einfach ist, aber die Beantwortung bzw. die Frage für das Gegenüber elementar.

Es gibt sie auch hier die FAQ (frequently asked questions) des Lebens, die sich immer wieder wiederholen oder gleichen, aber offensichtlich nie so beantwortet werden, dass sie nicht mehr gestellt werden oder zumindest, dass sich die richtigen Antworten – wenn es sie denn tatsächlich gibt – so verbreiten, dass die Fragen weniger werden oder gar ganz aufhören.

Und die entscheidenen Lebensfragen werden nicht nur von jungen Menschen gestellt, sondern von alten ebenso. Von Männern wie Frauen,von Erfolgreichen wie weniger erfolgreichen, von armen wie reichen, von Deutschen wie Türken, von Heteros wie Homos, von blonden wie schwarzhaarigen, von Christen wie Atheisten, von Vegetariern wie Fleischessern, von Managern wie Bauarbeitern. Kurz: von allen Menschen.

Gerade saß ich mit einem Reiseblogger und einer Imageberaterin in der Bar des Marbella Hotel Korfu und wir haben uns genau zu diesem Thema ausgetauscht. Beide kannten es, die Fragen aller Fragen, die uns Experten immer wieder gestellt werden, weil man darauf vertraut, hier die richtige, alles entscheidende Antwort zu bekommen, die vielleicht das ganze Leben verändert. Bei einigen Fragen waren wir uns sehr einig, dass sie für fast jeden zumindest einmal im Leben wichtig werden wird.
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4. September 2016

| Jörg Unkrig

glaskugel
„Hast du 2030 eigentlich schon was vor?“ so ähnlich kam mir die Frage von Kollegin und Expertin Diana T. Roth zu ihrer Blogparade „Führung 2030“ – http://dianarothcoaching.com/2016/08/21/360-15/ – vor und sofort fingen meine grauen Gehirnzellen zu rattern an.

Was kann sich in fast 15 Jahren ändern?

Betrachtet man die Digitalisierung bestimmt so einiges, selbst, dass Menschen fremdgesteuert werden. Nein, damit meine ich nicht von außen, sondern tatsächlich von innen. Zukunftsforscher und Technologen halten das für nicht nur theoretisch denkbar, sondern auch durch das Projizieren von Informationen ins menschliche Gehirn für praktisch schon heute mach- und umsetzbar. Die Technologie ist bereits in Teilen durch die bildgebenden Verfahren und Gehirnscans vorhanden. Heute ist nur noch die Frage, wer dies zuerst anwenden wird und zu welchem Zweck. Ethisch ist das für mich keinesfalls vertretbar. Aber was zählt manchen schon Ethik und beim Thema „Führung“ ist das sowieso ein zweischneidiges Schwert.

Andererseits, was die Führung konkret in 15 Jahren betrifft bin ich, gelinde gesagt, skeptisch. Warum? 200.000 Jahre ist es her, dass der moderne Mensch in Afrika entstand, dennoch unterscheiden sich seine Anatomie und auch sein Gehirn nicht wesentlich von unserem heutigen. Also schreitet die Veränderung unseres Gehirns nur sehr langsam voran. Deshalb ändert sich zwar immer im Bereich der Führung etwas (siehe insbesondere die Entwicklung in den letzten 100 Jahren), also weg vom Objekt des Geführten hin zum Subjekt, aber es braucht Zeit um auch in unseren Köpfen anzukommen.
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28. August 2016

| Jörg Unkrig

rain
Kennen Sie das Lied und haben Sie Montags auch immer ein leicht depressives Gefühl, wenn Sie sich auf den Weg zur Arbeit machen? Und da ändern auch die vielen MoMoPo (Montagsmotivationsposts) nichts dran? Auch kein Trost, dass Sie damit in guter Gesellschaft sind und nicht allein?
Auch wer noch so motiviert ist, hat nicht immer Lust auf die Arbeit und gerade nach einem entspannten oder auch besonders stressigen Wochenende fällt uns der Antritt und Start in die Arbeitswoche schwer. Egal, wie hoch ihre Disziplin auch ist.
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21. August 2016

| Jörg Unkrig

buf
Führung von oben ist bekannt, wenn auch nicht immer richtig ausgeführt. Wenn man sich als Mitarbeiterin/Mitarbeiter aber nicht wohl fühlt, nicht anerkannt oder sich nicht genügend gelobt fühlt, was macht man denn eigentlich dann? Den Chef kann man ja doch nicht ändern… oder vielleicht doch?

Ja, doch, kann man! Durch Führung von unten oder Bottom-up-Führung (BuF). Dieses Führungsprinzip wird oft vernachlässigt oder sogar bestritten (Führung von unten, wo kämen wir denn da hin!?) und ist auch in Führungsseminaren nur selten ein Thema.

Warum? Weil Mitarbeiter und ihre Möglichkeit der Führung bzw. die Führung von unten, nicht gerne thematisiert werden, weil es nämlich zeigt, dass auch der Geführte oder besser der „Nicht“- oder „Unzureichend“-Geführte gewisse Möglichkeiten der Einflussnahme hat und mitgestalten kann. BuF kann Ihren Arbeitsalltag erfolgreicher machen und sehr befriedigend/befreiend sein. Denn es befreit auch von dem Gefühl des Ausgeliefertsein und der Machtlosigkeit.

Aber auch die meisten Mitarbeiter verkennen hier ihre Chance auf Teilhabe. Sind passiv, manchmal ein Spiegel ihrer kritisierten Vorgesetzten und wollen nicht wahrhaben, dass sie ein wesentliches Rädchen der Maschinerie sind.
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14. August 2016

| Jörg Unkrig

gold-muenzen
Ein Karriere- und Kommunikationsblog und solch‘ ein Thema? Genau, weil alle darüber reden, aber es die wenigsten leben.

Artikel im Rahmen der Blogparade „Wertschätzung“ von Jana Ludolf auf https://janaludolf.com/2016/07/21/blogparde-wertschaetzung/

Jana Ludolf will es wirklich wissen. Sie schreibt:

Wertschätzung und Kommunikation in der heutigen Zeit
Sprechen wir von Kommunikation, dann meinen wir oft den Informationsfluss. Das reine Senden von Informationen. Dabei ist bekannt, dass die Beziehungsebene viel wichtiger ist als die reine Botschaft. Die Formel 80/20 trifft es genau. Nur 20% einer zu 100% gesendeten Nachricht beträgt die Information. Die Beziehungsebene macht dabei 80% aus. Im Vordergrund steht, wie die Botschaft gesendet wird. Freundlich, offen, neugierig, dankbar oder eher maulend, befehlend, aggressiv. Die Information kommt erst an zweiter Stelle. Würden sich einige Leute mehr Gedanken um die 80% machen, könnten einige Konflikte verkleinert werden. Einige Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden. Einige konstruktive Lösungen gefunden werden.
Wertschätzung ist bunt. Wertschätzung ist vielfältig. Wertschätzung tut gut.

Und jetzt ich:

Wertschätzender Umgang in Wort und Bild

Woran merken Sie, dass jemand Veganer ist? Er sagt es Ihnen!
Mein Wort darauf! Immer mehr erlebe ich in meinem Umfeld, dass ich oder auch andere Unbeteiligte mehr über Mitmenschen erfahren als nötig. Gerade eben von Menschen, die uns nicht nahestehen.
By the way: “Ich bin lactoseintolerant!“ „Ah hah, interessant. Sagen Sie es bitte jemanden, den es interessieren müsste!“
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7. August 2016

| Jörg Unkrig

wirksame-kommunikation
„Kommunikation ist die Mutter aller Missverständnisse!“
Dieser Spruch hat einen sehr wahren Kern, denn Kommunikation oder Nicht-Kommunikation (also über bestimmte Themen und Probleme nicht zu sprechen) ist häufig die Ursache von Konflikten.

Wir kommunizieren zwar ständig miteinander, aber häufig auch aneinander vorbei, da man nicht genau kalkulieren kann, wie die eigene Nachricht (Sender) bei unserem Gegenüber (Empfänger) ankommt und ob er sie (die Nachricht) richtig (im Sinne des Senders) versteht, interpretiert oder decodiert.
Kommunikation passiert immer, wo Menschen einander begegnen. Sich Kommunikation zu entziehen, wenn man unter Menschen ist, geht nicht.
„Man kann nicht nicht kommunizieren“ hat Paul Watzlawick deshalb schon 1969 festgestellt.
Man kann aber sehr wohl missverständlich kommunizieren, und da bei der Kommunikation beide Kommunikationspartner einander immer selektiv wahrnehmen (also in Ausschnitten), kriegen sie nicht mit, dass sie vieles nicht mitkriegen.
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31. Juli 2016

| Jörg Unkrig

karriereleiter
In Bewerbungsgesprächen wird häufig die Frage gestellt:
„Und wo, Herr Schmidt, sehen Sie sich in 10 Jahren?“
Wie wäre Ihre Antwort? Kann man seine Karriere überhaupt planen oder kommt es, wie es kommt?

„Willst du Gott zum Lächeln bringen, erzähle ihm von deinen Plänen“ ,heißt ein Spruch, der genau diese Thematik aufgreift. Nämlich die Frage danach, was man planen kann und was eben nicht. Karriereplanung bedeutet für einige von uns, ein klares Karriereziel vor Augen zu haben und streng danach vorzugehen.

Andere sind der Meinung, dass sich Karriere gar nicht planen lässt, sondern sich der nächste berufliche Schritt immer irgendwie  ergeben muss und größtenteils sogar vom Zufall bestimmt ist.

Dabei gilt es etwas Wesentliches zu unterscheiden. Nämlich: was ist planbar und was auf keinen Fall. Denn eine Richtschnur für seinen beruflichen Lebensweg zu spannen und damit Bausteine für seine Karriere einzuplanen ist auf jeden Fall sinnvoll. Die meisten von uns überschätzen das, was sie in einem Jahr erreichen können, unterschätzen aber das, was sie in zehn Jahren erreichen könnten. Und genau daran, setzt Karriereplanung an.

Durch eine zu frühe Festlegung oder fehlende, langfristige Planung schränken wir unsere Perspektiven ein und verlieren so Wichtiges aus dem Blick.
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24. Juli 2016

| Janine Katharina Pötsch

business-man-up
Dieser Blogbeitrag ist von der Gastautorin Janine Katharina Pötsch, mehr zu ihr unter:
unkrig-personalcoaching.de/partner.html#janine-poetsch. Viel Spaß beim Lesen!
– Jörg

Steht bei Ihnen demnächst wieder ein Bewerbungsgespräch an? Glückwunsch, das freut mich sehr für Sie. Wissen Sie schon, was Sie am besten anziehen, um den Traumjob auch zu bekommen?

Fakt ist, dass wir mit unserem Äußeren immer eine Botschaft transportieren, ob wir wollen oder nicht. Denn jeder von uns macht sich binnen weniger Sekunden unbewusst ein Bild von seinem Gegenüber. Die Frage ist dabei: Ist das auch die Botschaft, die wir unserem Gegenüber vermitteln wollen?

Heute möchte ich Ihnen meine 11 besten Tipps mit an die Hand geben, wie Sie mit dem richtigen Outfit beim Vorstellungsgespräch Ihre Kompetenz unterstreichen.

Denn „Kleider machen Leute“ und dieser Satz passt auch zum Vorstellungsgespräch. Ich gehe auch bewusst auf No-Gos ein.
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18. Juli 2016

| Jörg Unkrig

superman-lego
Wer regelmäßig meinen Blog liest weiß, dass ich mich gerne mit den Themen rund um Stärke, Power und Kraft, aber auch eigene Klarheit, beschäftige. Vielleicht, weil ich davon in den letzten Jahren einiges – gerade im beruflichen Kontext als Top-Ermittler, als Bodyguard oder auch als Führungskraft im obersten Management – immer wieder brauchte? Eher aber, weil mir bewusst ist, dass wir alle eine gewisse Kraft und Energie und entsprechende Kompetenzen brauchen, auch um im Alltag bestehen zu können.
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10. Juli 2016

| Manuela Beucker

letters-up
Hast du nicht Lust, etwas aus deiner Sicht über dieses kleine, seltsame Wörtchen „eigentlich“ zu schreiben, das immer mehr Einzug in unsere Gespräche erhält?
… so ähnlich formulierte Jörg es vor einiger Zeit in einer Mail an mich. Keine großen, weiteren Erläuterungen dazu.

Ok, dachte ich und überlegte, wie ich mich diesem Thema nähern könnte.

Vielleicht wäre es sinnvoll erst Mal einen Blick in die Grammatik zu werfen?

Und da erfahre ich, dass eigentlich zu den sogenannten Modal- oder Abtönungspartikeln gehört. Kleine Worteinheiten also, mit einem eigenen grammatikalischen Status: nicht flektierbar -, nicht durch w-Fragen erfragbar -, ans Mittelfeld gebunden. Sie spiegeln die Einstellung und das Gefühl des Sprechers wider. Nennt man sie deshalb vielleicht auch Abtönungspartikel? Will der Sprecher bewusst/unbewusst seine wahre Ansicht durch die Nutzung eben abtönen, verdecken?
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